Eine interessante Neuigkeit für die Damen:

Die nackte Wahrheit über Sven Eriksson!!!

Auch für die Herren ist etwas dabei:

Erika Johansson - Würde sie für zwanzig Millionen Kronen nackt durch die Stadt laufen???

Das Alles ist nachzulesen in der Sonderausgabe Nakennummer (Nacktnummer) der Veckorevyn. Es gibt sogar eine Homepage dazu. Ich wollte für Euch (Natürlich!) reinschaum, aber leider ist die Veckorevyn momentan überlastet. Woran liegt das nur?

Offen gestanden bin ich über diese Überlastung gar nicht so unglücklich. Und zwar nicht etwa deshalb, weil ich grundsätzlich etwas gegen nackerte Schwedinnen hätte sondern weil Frühling ist.

Gestern habe ich es zum ersten Mal gemerkt: Ich habe mal wieder meinen Pendeltåg verpasst und musste eine halbe Stunde am Bahnsteig stehen. Ein wunderbarer zarter Wind weht von den allgegenwärtigen Wäldern herüber - ein Duft nach Blüten. Hach! Ich atme tief durch, atme die erwachende Natur ein, und nochmal, und nochmal - und reibe mir die Augen.

Schon geht er wieder los. Der Heuschnupfen.

Kein Mensch weiss, warum das so ist. Ausgerechnet hier in Schweden, wo die Menschen doch eigentlich Natur satt kriegen müssten gibt es soviele Atopiker wie sonst nirgends in Europa (hat man mir gesagt, ich weiss nicht obs stimmt). Auch ich wusste gar nicht, was ein Heuschnupfen überhaupt ist, aber schon während des ersten Frühlings in Schweden hab ich ihn gekriegt. Jetzt bin ich dem Heulen nahe und kann kaum in den Computer schaun. Nicht mal die Veckorevyn könnte mir Freude machen. 5. Mai 2000

Von Feuern und Fährten

Wenn man nicht computern kann, dann kann man doch wenigstens immer noch lesen. Zwei Bücher hab ich neulich angefangen und möchte sie Euch nicht vorenthalten. Es gibt nämlich sehr gute schwedische Krimis. Von Per Wahlöö hab ich hier schon öfter geschwärmt. Sehr gut gefallen hat mir auch von Lars Gustafsson "Die dritte Rochade des Soundso" (an den Namen kann ich mich nicht mehr erinnern), nicht ein Krimi im eigentlichen Sinn, weil keine Handlung analytisch aufgeklärt wird, aber trotzdem sehr gut. Es gibt natürlich auch schlechte schwedische Krimis, aber die meisten habe ich schon vergessen.

Sehr bald werde ich auch "Das olympische Feuer" von Liza Marklund vergessen. Ich habe dieses Buch nicht weiter als fünfzig Seiten geschafft. Es spielt im Journalisten-Milieu und die Leute sind alle so etwas von hektisch, dass das Lesen keinen Spaß macht. Ausserdem ist da so eine geschaftelhuberische Arroganz zu spüren, die mir gegen den Strich geht. Und vor allem kann sie nicht schreiben. Die Sätze sind ohne Verbindung lieblos aneinandergereiht wie in einem Schulaufsatz. Das Buch war auf die Bewerbung Stockholms zu den olympischen Spielen hin konzipiert, und wäre wohl, wenn Stockholm den Zuschlag bekommen hätte trotz aller Schwächen ein Knüller geworden. Pech für Liza Marklund, dass es dann Athen geworden ist.

Viel besser gefällt mir da "Die falsche Fährte" von Peter Mankell. Ein Serienmörder glaubt, er wäre sowohl der CIA-Boss Edgar Hoover als auch Winnetou, erschlägt seine Opfer mit dem Tomahawk und skalpiert sie dann. Die Polizisten, die sich mit diesem Fall befassen müssen, sind keine Superhelden, sondern genervte Kleinstadtbullen, die eigentlich nur an ihren nächsten Urlaub denken. Ohne jede Hektik und ganz ungekünstelt wird trotzdem eine Riesenspannung aufgebaut, und deshalb hör ich jetzt hier auf, damit ich gleich weiterlesen kann.